Linkbuilding ist tot! Wirklich??

Ich muss zugeben, dass ich mich bislang überhaupt nicht für Linkbuilding interessiert habe. Zwar war mir verständlich, dass auf meine Seiten verweisende Links einen positiven Einfluss auf deren  Suchmaschinen-ranking haben können. Aber dennoch war mir das Linkbuilding als Hauptgeschäftsmodell vieler SEO-Agenturen immer suspekt.

Was meint GOOGLE?

Die Entwicklungen bei Google habe mich da in meinem Gefühl bestätigt. Zwar soll es nach wie vor über 200 Ranking-Faktoren geben, die im Google-Algorithmus eine Rolle spielen. Aber, so war in letzter Zeit zu hören und zu lesen, Relevanz und Qualität des Contents auf der Seite spielen zunehmend die Hauptrolle. Es war ja schon immer das Anliegen von Google, dem User auf seine Anfrage relevante und hilfreiche Ergebnisse auf seine Suchanfrage zu liefern. Und diesem Ziel kommt man immer näher. Dem Vernehmen nach spielt die Verweildauer des Users auf der Seite eine große Rolle. Denn dort, wo er die von ihm gesuchten Informationen findet, wird er auch länger verweilen. 

 

Also alles Quatsch mit Linkbuilding?

Infolge dessen habe ich mir überhaupt keine Gedanken mehr über Linkbuilding gemacht. Das liegt auch daran, dass meine Hauptseite dieser Blog hier ist. Und der dient nicht in erster Linie als Affiliate-Vehikel, sondern eher zur Information für andere Online-Marketer und zum Ausbilden meines Brands. Hier geht es also hauptsächlich um Inhalt, Meinung, Information. Wobei, ganz am Anfang habe ich auch gedacht, ich schreibe einen Blog-Artikel über ein Info-Produkt, setze meine Links rein und der Rubel rollt. War aber ein Irrtum. 🙂

Trotzdem habe ich Affiliate-Marketing gemacht und mit der Zeit auch etwas Geld verdient. Aber das lief dann (bis auf die erwähnten Blog-Artikel) nicht über eigene Seiten, sondern über Virale Mailer, Facebook-Gruppen und meine noch winzig kleine Email-Liste. Aber diese Arbeitsweise bringt ja keine stetigen und kontrollierbaren Ergebnisse und ist auch nicht automatisierbar.

Parallel dazu habe ich mir x EBooks und Online-Kurse reingezogen und verschiedene Sachen ausprobiert, um zu verstehen, wie es funktioniert. Und um entscheiden zu können, ob das mein Ding ist, oder nicht.

 

Nischenseiten und Linkbuilding

Letztlich bin ich dann doch wieder bei Affiliate-Nischenseiten gelandet und bin in dem Zusammenhang (wieder) auf Sebastian Czypionka gestoßen. Er war mir schon vor längerer Zeit untergekommen, aber wieder aus dem Blickfeld entschwunden. Wer mit dem Namen nichts anfangen kann, kann hier in meinen letzten Blogartikel reinschauen oder gleich Sebastians Blog unter www.bonek.de besuchen.

Sebastian ist jedenfalls Nischenseiten-Experte, und zwar Vollzeit. Seine Seiten bringt er rein mit SEO-Maßnahmen auf die Top 10-Plätze bei Google. Und Linkbuilding ist dabei ein wichtiger Teil, wie ich erstaunt lesen mußte.  Jedenfalls scheint es zu funktionieren. Denn jede seiner aktuell 25 Nischenseiten rankt zu den jeweiligen Keywords in den Top 10 auf Google.

 

Was sagen andere SEO-Experten?

Aber Sebastian ist nicht der einzige, der nach wie vor dem Linkbuilding eine hohe Bedeutung zumisst. Johannes Beus von SISTRIX hat sich im April 2016 wegen der anhaltenden Diskussion über Sinn oder Unsinn von Linkbuilding in einem Blog-Artikel geäußert. Die Überschrift „Nur Dummköpfe ignorieren Linkbuilding“ sagt eigentlich schon alles aus. Selbst von Googles Seite aus gab es Andeutungen aus dem Mitarbeiterkreis, dass Backlinks ganz oben unter den Ranking-Faktoren mitspielen. Und Brian Dean vom SEO-Portal Backlinko hat mit seiner jüngsten Studie an rund 1000 zum jeweiligen Keyword auf Spitzenpositionen rankenden Seiten nachgewiesen, dass eine starke Korrelation zwischen dem Ranking einer Seite und der Anzahl sowie der Qualität (oder Stärke) der Backlinks besteht.

 

Gute und schlechte Backlinks

Allerdings ist Backlink nicht gleich Backlink. Es gibt verschiedene Faktoren, die „gute“ und „schlechte“ Backlinks voneinander unterscheiden. Und Google wird immer besser darin, die Qualität von Backlinks zu beurteilen. Eine hohe Bedeutung hat auch hier wieder die Relevanz. Thema und Inhalt der verlinkenden Seite sollten zu Thema und Inhalt der Seite, auf die verlinkt wird, passen. Solltest Du beispielsweise eine Seite über Bodybuilding betreiben, nützt Dir ein Backlink von einer Seite über Kleinkläranlagen wenig oder führt sogar zur Herabstufung Deiner Seite durch Google.

Das Thema Linkbuilding ist echt nicht trivial und man muss eine ganze Menge beachten, um die Ergebnisse (ein gutes Ranking auf Google) zu erreichen und nicht auf die Nase zu fallen. Wenn Du Dich jetzt näher mit dem Thema befassen möchtest, kann ich Dir einen sehr ausführlichen Artikel von Sebastian Czypionka auf seinem Blog www.bonek.de empfehlen. Folge einfach diesem Link. Dieser Artikel ist, wie alle anderen auf diesem Blog auch, kostenlos.

Der Artikel ist in einen Theorie- und einen Praxis-Teil gegliedert. Im Theorieteil wird erklärt, warum Backlinks wichtig sind, was man beachten muss und welche sonstigen SEO-Maßnahmen notwendig sind. Im Praxis-Teil geht es darum, wie man zu seinen Backlinks kommt.

 

Wie kommt man an gute Backlinks?

Ich hatte ja schon gesagt, dass die Qualität der Links sehr wichtig ist. Da erhebt sich nun die Frage, wie man Seiten findet, von denen man (zum gewünschten Keyword) hochqualitative Backlinks bekommen kann. Dazu gibt es eine geschickte Lösung und die heißt: Konkurrenzanalyse.

Schau Dir einfach zu Deinem Keyword die ersten 10 Suchergebnisse auf Google an und analysiere, wieviele Backlinks jeweils auf die Hauptseite und auf Unterseiten verweisen und woher diese kommen. Nun mußt Du Dir jede einzelne verweisende Seite genauer ansehen und analysieren, ob es sich um starke oder schwache Links handelt und wo genau auf den Seiten die Links platziert sind. Starke Links kommen von Seiten, deren Domainauthority und Pagerank hoch sind und von denen nicht zu viele Links auf andere externe Seiten ausgehen. Genaueres dazu findest Du in Sebastians Artikel.

Hast Du einige Seiten identifiziert, von denen Du gern Backlinks haben möchtest, dann mußt Du mit den jeweiligen Webmastern in Verbindung treten und sehen, was sich machen läßt. Kommt auch immer darauf an, um was für eine Seite es sich handelt. Bei Blogs bietet es sich zum Beispiel an, das Schreiben eines Gastartikels anzubieten. Bei anderen ist vielleicht ein Bannertausch möglich. Hier ist Kreativität und der gegenseitige Nutzen gefragt. 

 

Schneller Backlinkaufbau = schnell gutes Ranking?

Bei aller Wichtigkeit der Backlinks sollte man es mit dem Aufbau nicht übertreiben. Wenn Du in kurzer Zeit etliche Backlinks bekommst, wird Google auch mißtrauisch und straft Dich evtl. ab. Sebastian Czypionka empfiehlt, pro Woche 1 Link zu platzieren. Dann hast Du nach einem Jahr 52 Backlinks. Das ist mehr, als Deine Wettbewerber in der Regel haben werden und Du solltest inzwischen gut in den Top 10 ranken.

 

Nützliche Tools

Wenn Du die vorhergehenden Abschnitte aufmerksam gelesen hast, sollte Dir klar sein, dass die Wettbewerberanalyse viel Arbeit bedeutet. Und dass Du dazu Werkzeuge benötigst. Allein die Identifizierung eingehender Links auf den Seiten Deiner Wettbewerber ist nicht so ohne weiteres machbar. Dazu gibt es kostenlose und kostenpflichtige Tools mit unterschiedlichem Funktionsumfang (einige werden ebenfalls in Sebastians Artikel genannt).

Ein solches Tool ist der Open Site Explorer. In der kostenlosen Grundvariante ist der Funktionsumfang zwar eingeschränkt, aber man kann trotzdem wichtige Angaben wie die Gesamtanzahl eingehender Links, die verlinkenden Domains, deren Pagerank und Domainauthority und einen Spamscore ablesen. Damit läßt sich schon etwas anfangen. Nun müßte man aber diese Angaben in ein Excel-Sheet übertragen und jede einzelne Domain aufrufen und weiter analysieren sowie die Ergebnisse auch wieder ins Excel-Sheet eintragen usw. Und das dann für jedes einzelne Keyword, für das man ranken will. Eine Heidenarbeit.

 

Das Schweizer Taschenmesser 🙂

Gerade dieser Tage bin ich auf ein Tool gestoßen, das diese Arbeit wesentlich vereinfachen kann. Es handelt sich um den Backlink Spy von SwissMadeMarketing. Vielen ist das Unternehmen wahrscheinlich als Entwickler des Keyword-Tools SECockpit bekannt. Aber das junge Schweizer Team hat noch mehr Lösungen für Online-Marketer parat.

Backlink Spy ist ein Tool, mit dem man auf einen Rutsch eingehende Links bei beliebigen Domains identifizieren und analysieren kann. Man sieht zum Beispiel durch farbige Gestaltung der Suchergebnis-Matrix auf einen Blick, wie hoch die Qualität der Backlinks ist. Und die weitere Analyse erfolgt auch direkt im Tool. Man muß nicht mit externen Listen rumhantieren und hat so eine wirklich große Zeitersparnis.

Ein echt pfiffiges Werkzeug, wie alles, was unsere Schweizer Freunde auf den Markt bringen. Aber, es ist eben auch genau das – ein Werkzeug. Es macht nicht die Arbeit für Dich, es erleichtert sie. Und es ist ein Profi-
tool, das auch einen Profipreis hat. Ist zwar günstiger, als andere Profi-tools, kostet aber trotzdem einiges Geld. Es nützt also nichts, das Tool nur zu kaufen. Du mußt es auch verwenden, und zwar möglichst oft, damit es sich rentiert.

Tut mir leid, wenn ich jetzt etwas oberlehrerhaft daherkomme. Aber leider ist es häufig so, dass EBooks, Online-Kurse und eben auch solche Tools aus einem Impuls heraus gekauft, aber nie gelesen, durchgearbeitet oder angewendet werden. Schade ums Geld und der Käufer ist auch nur frustiert, obwohl er selber schuld ist.

Also, für Anfänger im Nischenseitengewerbe oder allgemein im Online-Marketing ist das sicher nicht geeignet. Aber wenn Du schon Seiten online hast und die jetzt gern mit Linkbuilding weiter pushen willst (und auch das Geld dafür erübrigen kannst), dann schau Dir das Teil mal an. Bei SwissMadeMarketing gibt es Schulungsvideos zu den einzelnen Tools und der Support ist ebenfalls ganz auf Zack. Damit solltest Du zurecht kommen.

Lange Rede kurzer Sinn – hier ist der Link zur Produktseite:

BacklinkSpy backlink research tool

Wieder mal ein verdammt langer Artikel. Ich hoffe, er war interessant für Dich. Schreib mir gern Deine Meinung und auch Deine Erfahrungen, sofern Du Dich schon mit Linkbuilding beschäftigst. Du kannst hier unten die Kommentarfunktion nutzen oder auch auf meiner Facebook-Fanpage schreiben.

 

 

3 Kommentare

  • Toller Artikel, gefällt mir sehr gut. Gerade bei diesem Thema
    gehen die Meinungen oft auseinander, aber Du hast gut argumentiert.
    Ich habe den Link auf meiner FB Seite geteilt und einige Likes bekommen. Ich bin schon gespannt auf die nächsten Artikel.

    • JoergMr

      Antworten Antworten 26. April 2017

      Hi, vielen Dank für Deinen netten Kommentar und fürs Teilen.

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