Eigentlich hatte ich gedacht, die unsägliche Geschichte um Onebiz, Heiko Häusler und Konsorten hat nun langsam ein Ende, und man kann sich wieder dem Tagesgeschäft bzw. zukunftssicheren Projekten zuwenden. Aber es kam irgendwie anders.

Am 23.05.2015 hat sich plötzlich Thomas Duda, der ehemals 2. führende Kopf bei Onebiz, in der Onebiz-Facebook-Gruppe mit einem Statement zu Wort gemeldet. Kurz gesagt ist Herr Duda natürlich nicht an der ganzen Misere schuld. Nein, er hat sogar bis zuletzt versucht, die Firma und das Projekt Onebiz zu retten. Aber mittlerweile ist ihm das nicht mehr möglich. Die Einnahmen, die die Netzverdienst.com AG aus dem Verkauf der Onebiz-Accounts hatte, wurden nicht bestimmungsgemäß an die Onebiz AG abgeführt. Und auch Herr Duda muß, wie viele seiner Kollegen von der Netzverdienst.com AG, ausstehende Gehälter vor Gericht einklagen. Wer sich dafür interessiert, kann die Stellungnahme hier lesen. Statement-TMD-OneBiz-02-Bilder.pdfNun ja, inwieweit das alles stimmt oder Herr Duda sich doch nur reinwaschen will, kann nur jemand beurteilen, der dabei war. Auf jeden Fall ist der Anschein von aussen ein anderer. Und so haben sich auch die lediglich 7 Kommentatoren in der Facebook-Gruppe „Onebiz-Geschädigte“ geäußert. Über die Reaktion in der originalen „Onebiz“-Facebook-Gruppe  selbst kann ich leider nichts sagen. Dort bin ich schon vor längerer Zeit aufgrund meiner kritischen Äußerungen rausgeflogen. Aber diese Gruppe hat erstaunlicherweise immer noch um die 2000 Mitglieder, obwohl die Onebiz-Plattform inzwischen überhaupt nicht mehr funktioniert. Der eine oder andere von Euch ist da sicher dabei und kann berichten.

Dann hat Jeroen Smid, das SEO-Gehirn hinter Onebiz, sein neues Projekt „Jopbooster“ bzw. „Jopsolutions“ in Stellung gebracht. Hier wird er wohl die Ideen verwirklichen, die eigentlich in Onebiz verwirklicht werden sollten. Das Projekt ist seit 29.05.2015 um 20.00 Uhr life. Hier könnt Ihr Euch anschauen, was *Jopbooster* leistet. Ist zwar kein Blogsystem wie OneBiz, aber Webseitentool mit SEO-Optimierung, Splittest, Mitgliederbereich, Autoresponder- und Digistore24-Anbindung. Das ist auch ein ganz interessantes Paket! Es gibt auch ein Partnerprogramm. Man kann seine monatlichen Mitgliedsgebühren also sogar direkt refinanzieren.

Der große Knaller aber war, dass Tobias Knoof, Sven Kaven und Jeroen Smid mit großem Tamtam verkündet haben, den Internet-Marketing-Kongreß 2016 in Piratenmanier geentert zu haben. In einem langen Post auf der Internet-Seite von Tobias Knoofs Seite Digitale Infoprodukte erklären die drei, aus dem IMK wieder ein Event von der Community für die Community machen zu wollen. Der Eintritt ist frei, zumindest wenn man jetzt sein Ticket anfordert. Über eine Umfrage werden die Themenbereiche herauskristallisiert, die die zukünftigen Teilnehmer am meisten interessieren. Teure VIP-Tickets für die „feinen Herren“ wird es nicht geben. Und zu Verkaufs-Events umfunktionierte Vorträge sollen ausgeschlossen sein. Wer es genau wissen will – hier ist der Link zur Seite auf Digitale Infoprodukte.de.

Das klingt in meinen Ohren gut. Zumal es bereits jede Menge Unterstützer dieser Idee gibt. Allerdings muß man wissen, dass der IMK ein Baby von Heiko Häusler ist, das ausnahmsweise mal Erfolgsgeschichte geschrieben hat. Organisiert wurde der Kongess durch Mitarbeiter der Netzverdienst.com AG. Unklar ist mir, ob der IMK eine geschützte Marke ist und wenn ja, wem sie gehört. Ist es eine Marke, kann man sie nicht so einfach übernehmen. Und selbst wenn nicht, bleibt die Frage, ob es moralisch vertretbar ist, so ein etabliertes Event einfach an sich zu reißen. Andererseits ist es fraglich, ob der IMK 2016 überhaupt Besucher anziehen würde und sich hochkarätige Speaker finden würden, nachdem der IMK-Frontmann Heiko Häusler sich selbst seiner Reputation beraubt hat. Hinzu kommt, dass die Netzverdienst.com AG dem Vernehmen nach alle Mitarbeiter entlassen hat. Und die finanzielle Lage des Unternehmens ist bekanntermaßen mehr als prekär. Insofern ist die Zukunft des IMK unter alter Leitung sehr ungewiß und es ist gut, daß sich neue Initiatoren für den Kongreß gefunden haben. Also ich habe mein Ticket schon!

Nun wird es aber schräg. Es gibt ja diese geschlossene Facebook-Gruppe „Onebiz-Geschädigte“. Man kann also annehmen, daß sich hier Leute vereinen, die durch die Onebiz-Misere Geld verloren haben. Und natürlich ist das auch so. Vom Investor, der mehrere 1.000,- EUR in Onebiz gesteckt hat, über Inhaber von teuren Gründer-Accounts bis zum ganz normalen Mitglied von Onebiz finden sich hier alle. Die Grundstimmung war immer gegen Netzverdienst.com AG, Heiko Häusler und Thomas Duda. Einzelne Gruppenmitglieder berichteten über ihre Schritte, die sie unternommen haben und andere baten um Unterstützung derjenigen, die schon mehr Erfahrungen in derlei Dingen haben. Ganz normal, oder?

Mittlerweile tun sich aber merkwürdige Dinge in dieser Gruppe. Ein Herr Wolfgang W. schreibt in einem Kommentar zur Ankündigung des oben erwähnten Jopbooster folgendes: „Ich finde diese Vorgehensweise unmöglich und unangemessen, ich dachte schon die Finanzdiensleistungsbranche wäre schlimm, aber was ich hier erlebe, übertrifft alles. Keiner differenziert hier mehr, alles in einen Sack und draufhauen. Hat nicht jeder schon mal Fehler gemacht. HH wird sich mit seinen Richtern auseinandersetzen müssen, das ist i.O. aber vielleicht wollt ihr ihn vorher noch erschiessen?“ Wie bitte? Was hat das mit dem neuen Portal von Jeroen Smid zu tun?

Ein Herr Georgios S. setzt noch einen drauf: „Hallo, ich bin relativ neu hier, aber ich bin auch der Meinung von Herr Wolfgang W. das was ich hier jetzt gesehen und gelesen habe ist von geringem Niveau, es fehlen Tatsachen, primitives Schlammschmeissen. Da muss ja jemand drauf gehen und wenn er dann anschliessend sich erklären muss ist keiner da der es gewesen sein will. Durch genau solche negativen Verbreitungen scheitert dann ein Projekt. …“ Und in einem weiteren Kommentar: „Ich kann dazu wie gesagt nichts sagen, weiß nicht wer was falsch gemacht hat.“ Es folgt auch noch ein dritter und vierter Kommentar im gleichen Thread. Herr Georgios S. ist also neu hier und kennt sich nicht aus?? Wieso ist er dann in dieser Gruppe, wenn er von dem ganzen Onebiz-Debakel keine Ahnung hat und die Protagonisten nicht kennt?

Jetzt kommt aber noch Herr Siegmar B. Er schreibt: „Georgios, absolut richtig. Und genau deswegen gehe ich auch gegen Tobias vor. Das geht absolut nicht mehr, was hier angezettelt wurde.“ Ach so – es geht eigentlich um die Sache mit dem neuen IMK! Hm, weiter schreibt Herr S., daß in Deutschland die Unschuldsvermutung gilt und Heiko Häusler demzufolge so lange unschuldig ist, bis er rechtskräftig verurteilt wurde. Das stimmt soweit. Nun kommt aber noch ein Kommentar von Herrn S. im gleichen Thread: „was ist darüber hinaus auch noch absolute Scheiße finde:
Viele wissen hier doch nicht mal ihren Anspruch zu begründen und Fragen hier nach. Dann haben sie nicht mal die nötige Kohle um auf üblichem Wege (Klage, …) ihr Recht einzufordern und pinkeln einen dann einfach mal direkt mit einer Strafanzeige an. Habt ihr sie noch alle?
Mit ist sehr bewusst, dass Heiko aktuell zu viel ins Leere laufen lässt. Doch bei der Flut die aktuell auf ihn reinprasselt ist das auch verständlich.
Ich habe ihn daher als Aktionär der NV aufgefordert nun auch mal Stellung zu beziehen. Es ist nämlich an dem Desaster von onebiz nicht nur einer Schuld; soviel vorneweg;-)“.

Das sind alles wörtliche Zitate, inklusive der Rechtschreibfehler der Autoren. 🙂 Herr Siegmar B. hat sich übrigens auch auf seiner eigenen Facebook-Seite in zwei Posts und in Kommentaren dazu geäußert. Die Zusammenfassung lautet in etwa:

  • der „Diebstahl“ des IMK und die durch die Piraten gegen H.H. erhobenen Vorwürfe sind unterste Schublade,
  • H.H. ist bestimmt kein Betrüger,
  • es ist verständlich, dass er sich jetzt nicht meldet und Stellung bezieht, aber das kommt schon noch,
  • alle, die die Piratenaktion unterstützen, sollten sich schämen.

Hallo Herr S., ich spreche Sie jetzt mal direkt an. Nach Ihrer Darstellung und der einiger Ihrer Gefolgsleute beruht das Onebiz-Desaster allenfalls auf Management-Fehlern, die jedem passieren können, der so ein gewaltiges Projekt stemmen will. Und ins Rutschen gekommen ist die Sache endgültig, weil die Onebiz-Mitglieder kein Durchhaltevermögen hatten und bei den ersten Schwierigkeiten in Scharen davongelaufen sind. Sehr nette Darstellung!

Sie schreiben ja selbst, dass Sie Herrn Häusler schon länger kennen. Sie sind sogar Aktionär der Netzverdienst.com AG. Und, was die meisten sicher nicht wissen, Sie waren sogar mal 2011 im Vorstand des Unternehmens. Dann sollten Sie doch wissen, dass das Onebiz-Desaster kein einmaliger Ausrutscher ist. Sicher macht jeder Mensch Fehler. Aber immer die gleichen? Ich erinnere an die Business-Master-Box aus dem Hause Netzverdienst.com. Es gab massive Probleme mit der Auslieferung der, natürlich vorab teuer bezahlten, Produkte. Und die Qualität der Boxen war, entgegen den Versprechnungen, so schlecht, dass es viele Rückgabewünsche gab. Der Support war äußerst schleppend bis nicht existent. Etliche Kunden haben auf die Rückgabe und damit auf ihr Geld verzichtet. Heiko Häuslers Methode zur Problemlösung – aussitzen, totstellen.

Das war meines Wissens 2011. Ein Jahr später, im Frühsommer 2012, begann meine unendliche Geschichte mit Herrn Häusler. In einem Webinar berichtete er über die nächsten Vorhaben seines Unternehmens und warb unter anderem für eine Beteiligung an einer noch zu gründenden Tochtergesellschaft, die seine für einen sechsstelligen Betrag erworbene Domain „geldverdienen.com“ nutzen sollte. Hier habe ich einige 1.000,- EUR investiert und bekam – nichts. Die Tochter wurde nie gegründet, ich bekam nie Informationen und auch keine Beurkundung zu den eingezahlten Geldern, Heiko Häusler reagierte nur ein einziges Mal auf meine zahlreichen Nachfragen und das Geld bekam ich auch nicht zurück. Ich bin sicher, dass es anderen Investoren auch so gegangen ist.

Erst als ich gegen Ende 2013, also 1 1/2 Jahre später, meinen Anwalt einschaltete, kam Bewegung in die Angelegenheit. Allerdings nicht sofort. Auch die ersten Anwaltsschreiben blieben unbeantwortet. Kurz vor dem ersten Gerichtstermin meldete sich die Netzverdienst.com AG und ersuchte um außergerichtiche Klärung. Im Mai 2014, fast 2 Jahre später, hatte ich mein Geld endlich zurück. Auch hier die Methode – aussitzen und totstellen.

Dann kam die große Idee vom Franchise-System Internet Marketing Akademie. Überall im deutschsprachigen Raum sollten Franchise-Nehmer Schulungszentren zum Internet Marketing für kleine und mittelständische Unternehmen betreiben und dazu das Know-How der Netzverdienst.com AG nutzen. Grandios angekündigt – grandios gescheitert. Wer spricht heute noch darüber. Höchstens die Franchise-Nehmer, die tausende Euro an Franchise-Gebühren in den Sand gesetzt haben. Und auch hier wieder – kein Anschluss unter Heiko Häuslers Nummer.

Und nun Onebiz… Wieviel verbrannte Erde soll Heiko Häusler eigentlich noch hinterlassen dürfen? Wieviel hoffnungsfrohen und auch unbedarften Mitbürgern auf der Suche nach einem Zusatzverdienst soll er noch das sauer verdiente Geld aus der Tasche ziehen und Hoffnungen zerstören dürfen? Gerade Onebiz mit seinem aus dem MLM entliehenen Verdienstsystem war doch darauf angelegt, solche Menschen anzuziehen, die jeder Verdienstversprechung im Internet hinterherlaufen, weil sie es nicht besser wissen. Und Sie, Herr Siegmar B., werfen solchen Leuten jetzt vor, dass sie ihre Ansprüche nicht begründen können, Hilfe in der Facebook-Gruppe der Onebiz-Geschädigten suchen (wo denn sonst, wenn nicht hier?) und nicht das Geld für eine Zivilklage aufbringen können? Das ist für mich unterste Schublade, Herr Siegmar B. Zumal bekannt ist, dass sich Herr Häusler mit unbekannter Anschrift ins Ausland verzogen hat und daher selbst gerichtlich bestäigte Ansprüche kaum durchsetzbar sind.  Und wenn ich mich betrogen fühle, habe ich das Recht, Anzeige zu erstatten. Das hat nichts damit zu tun, anderen ans Bein pinkeln zu wollen, wie Sie es so drastisch ausdrücken. In diese von Ihnen praktizierte unterste Schublage gehört auch, daß Sie die Unterstützer der Initiative zur Erneuerung des IMK, alle Liker und Teiler auf Facebook, auffordern, sich zu schämen. Was gibt Ihnen eigentlich das Recht, sich dermaßen als Hüter von Moral und Ethik aufzuspielen und alle, die nicht Ihrer Meinung sind, in jeder Hinsicht abzuqualifizieren?

Sie sind so seltsam nachsichtig gegenüber Heiko Häusler. Dabei müßten Sie als Aktionär und ehemaliger Vorstand der Netzverdienst.com AG doch wissen, dass Vorstand und Unternehmen massiv gegen Recht und Gesetz verstoßen haben. Und sei es nur, dass erst jetzt, im Jahr 2015, eine Hauptversammlung abgehalten wurde, obwohl das einmal in jedem vollen Geschäftsjahr zu erfolgen hat. Und erst auf dieser Hauptversammlung wurden die Jahresabschlüsse 2011 bis 2013 vorgelegt. Damit werden doch Ihre Rechte als Aktionär massiv mißachtet. An irgendwelchen ausgleichenden Vorteilen wie einer üppigen Dividende kann es nicht liegen, dass Sie so nachsichtig sind. Denn mangels realer Gewinne kann die Netzverdienst.com AG keine Dividenden gezahlt haben, oder?

Ja, jeder Mensch darf Fehler machen. Nur sollte er dann auch zu seinen Fehlern stehen und daraus lernen. Und er sollte seiner Verantwortung gegenüber anderen Menschen, die von ihm abhängen oder deren Existenz von ihm beeinflusst werden, gerecht werden. Das ist bei Heiko Häusler leider nicht der Fall. Er hatte jahrelang Zeit, aus (unternehmerischen) Fehlern zu lernen. Irgendwann muß aber auch mal Schluß sein. Mit jedem neuen Fehler, mit jeder neuen Pleite eines seiner Projekte werden immer mehr Beteiligte in Mitleidenschaft gezogen. Und er reagiert immer wieder auf die gleiche Art und Weise – aussitzen, totstellen, keine Verantwortung übernehmen. Irgendwann ist SCHLUSS!

PS.: Die Nachnamen der zitierten Personen habe ich weggelassen, um deren Privatspähre nicht zu verletzen und mich nicht der Abmahngefahr auszusetzen. Man weiß ja nie, wie solche Leute reagieren. Getroffene Hunde bellen ja gerne. Zwar haben sie sich auf Facebook und damit öffentlich geäußert, aber nur in der begrenzten Öffentlichkeit einer geschlossenen Gruppe und der eigenen Facebook-Seite. Die Genannten werden wissen, daß sie gemeint sind, sofern sie das hier lesen.

5 Gedanken zu “Onebiz und kein Ende??”

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