Etwa seit dem letzten Jahr  setzt sich hier im deutschsprachigen Raum die Erkenntnis durch, dass auch der Verkauf physischer Produkte über das Internet lukrativ sein kann und sich weitgehend automatisieren lässt. Bei den Beispielen, die ich hier im Auge habe, hat der „Geschäftsinhaber“ gar nichts mit Produktion, Verkauf, Versand, Produktlagerung und eventuellen Reklamationen zu tun. Klingt erstmal komisch, ist aber so. Denn diese zeit- und kostenaufwändigen Aufgaben übernehmen Dienstleister, die das aufgrund ihrer Größe und Erfahrung kostengünstig tun können. Hinzu kommt, dass man noch nicht einmal eine eigene Webseite oder einen Shop benötigt. Das ist schon etwas seltsam im Zusammenhang mit ONLINE-Geschäften. Stimmt aber auch.

Die Auflösung des Rätsels – 2 Wege

Vor wenigen Wochen hat der 19-jährige Flo Marco einen Online-Kurs herausgebracht, in dem er zeigt, wie er über Amazon Produkte verkauft und sich damit ein hübsches Einkommen aufgebaut hat. Er sucht sich Produkte, die auf Amazon gut laufen und lässt vergleichbare Produkte in China fertigen, die er dann auf Amazon günstiger anbieten kann, als die Konkurrenten. Ausserdem optimiert er die Präsentation seiner Produkte auf Amazon, so dass diese in der Produktsuche möglichst weit oben erscheinen. Über Flo und sein Geschäftsmodell hatte ich schon in einem früheren Blogartikel berichtet.

Die zweite Möglichkeit ist, die Artikelüberschrift sagt es ja schon, der Verkauf von T-Shirts. Dieser Trend ist natürlich auch aus dem englischsprachigen Raum zu uns herübergeschwappt. Dort gibt es schon einige clevere Leute, die mit diesem System Millionenumsätze fahren. Aber auch hier gibt es einige erfolgreiche Marketer, die vom T-Shirt-Verkauf leben. Dieses System ist möglicherweise noch einfacher, als der oben erwähnte Produktverkauf über Amazon und damit sehr gut für Anfänger geeignet. Der „Geschäftsinhaber“ hat nichts weiter zu tun, als ein Design zu entwickeln (oder für kleines Geld entwickeln zu lassen) und das dann auf der entsprechenden Plattform hochzuladen. Der komplette Produktions- und Verkaufsprozess wird von der T-Shirt-Plattform erledigt. Das klingt doch sehr easy, oder?

Wie geht das mit den T-Shirts?

Na gut, ein wenig tricky ist es schon. Man muss natürlich Designs finden, die sich auch verkaufen lassen. Und man muss interessierte targetierte Besucher auf das Angebot auf der T-Shirt-Plattform schicken. Man suche sich also eine Zielgruppe (z.B. Hundebesitzer) und kreiere oder finde einen lustigen Spruch (z.B. „der will nur spielen“) und lasse daraus eine Druckvorlage für ein T-Shirt machen. Die Druckvorlage wird auf die Plattform hochgeladen und eine sogenannte Kampagne erstellt. Kampagne bedeutet, dass das Angebot nur wenige Tage oder Wochen verfügbar ist. Damit ist auch schon der verkaufsfördernde Verknappungsfaktor eingebaut. Dann informiert man die Zielgruppe über das Angebot, z.B. in passenden Facebook-Gruppen oder über Facebook-Werbung. Gerade Facebook eignet sich ganz hervorragend für diese Aufgabe.

Das ist natürlich nur eine sehr knappe Beschreibung als Überblick über das System und es gibt einige Stellschrauben, an denen man drehen und das Geschäft hochskalieren kann. Aber im Prinzip ist es so einfach. Mittlerweile gibt es im deutschsprachigen Raum eine kleine verschworene Gemeinschaft von Marketern, die so ein Geschäftsmodell nutzen. Es gibt sogar eine geheime Mastermind-Gruppe auf Facebook. Und es gibt 2 Online-Kurse zum Thema, die beide die Herangehensweise und die Stellschrauben inklusive des nicht ganz einfachen Themas der Facebook-Werbung im Detail erklären. Autoren der Kurse sind Daniel Gaiswinkler und Reto Stuber.

Die zwei Experten

Reto Stuber ist in der Onlinemarketing-Szene recht bekannt. Er stammt aus der Schweiz, lebt aber seit einiger Zeit in New York. Er verdient sein Geld schon länger mit Online-Marketing und ist auf das Thema T-Shirts per Zufall gestoßen. Witzigerweise hat er sich zuerst überhaupt nicht dafür interessiert. Dann hat er sich aber von dem großen Potential überzeugen können und ist seither mit vollem Engagement dabei. Er und sein Team beschränken sich mittlerweile nicht mehr nur auf den deutschsprachigen Raum, sondern sind dabei, das Geschäftsmodell weltweit auszurollen.

Daniel Gaiswinkler ist erst im letzten Jahr mit dem Launch seines Kurses bekannt geworden. Und auch erst seit 2015 beschäftigt er sich Vollzeit mit Online-Marketing. Seinen Job als Briefträger konnte er aufgrund seines Erfolges mit dem T-Shirt-Verkauf kündigen. Dieser Erfolg kam aber nicht über Nacht. Bereits seit 2010 ist Daniel im Online-Marketing aktiv. Der große Durchbruch kam aber eben erst Anfang des letzten Jahres.

Interviews – macht Euch selbst ein Bild

Übrigens hat Laura Geisbüsch beide Marketer erst vor kurzem interviewt. Die Interviews findet Ihr hier:

So könnt Ihr Euch von beiden selbst ein Bild machen.

Die Online-Kurse zum Geschäftsmodell

Die beiden Online-Kurse sind recht ähnlich aufgebaut. Ich würde hier keinen besonders herausstellen. Der von Reto Stuber ist vielleicht etwas umfangreicher. Dafür ist er aber auch ein wenig teurer. Wobei man aber sagen muss, dass beide Kurse recht moderate Preise haben. Schaut Euch einfach mal die Verkaufsseiten an und entscheidet dann, welcher von beiden Euch symphatischer ist :-):

Ich finde das Thema faszinierend und habe nun auch selbst damit angefangen, den Markt zu testen. Wie ist Eure Meinung dazu? Schreibt mir gern ein Kommentar, hier unter dem Artikel oder auch auf meiner Facebook-Seite.  

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4 Gedanken zu “Du verkaufst online T-Shirts? Echt??”

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